Am 20. Oktober 1968 erfährt die Leichtathletik eine radikale Veränderung.
Der damals 21 Jahre alte Dick Fosbury holte Gold mit olympischem Rekord in Mexiko City und läutete damit eine neue Ära ein.
Doch was war diese radikale Veränderung?
Bis zu diesem Tag war der gewohnte Weg über die Hochsprungstange ein anderer als den, welchen wir heute kennen.

Der sogenannten Straddle, zu Deutsch Parallelwälzer oder Tauchwälzer, bei dem die Sportler bäuchlings die Latte überquerten.
Danach begann der Siegeszug des Fosbury Flop, dessen Namensgeber als erster die biomechanischen Vorteile der neuen Herangehensweise konsequent nutzte – auch, weil er sich bei einem verunglückten Straddle-Versuch einmal die Hand brach.

Dick Fosbury war der festen Überzeugung, dass der gewohnte Sprung bäuchlings die Stange zu überqueren, nicht der optimale Weg darstellt.

Seine eigene Technik ist effektiver und das wollte er beweisen.

Er war Mittelmaß, von der Konkurrenz belächelt, vom eigenen Trainer abgestempelt.

Wäre es nach seinem damaligen Trainer Bernie Wagner gegangen, hätte die größte technische Revolution der Leichtathletik-Geschichte gar nicht stattgefunden.. „So wird nichts aus dir. Besser wäre es, wenn du zum Zirkus gehen würdest“, riet Wagner seinem schnellen, aber ungelenken Athleten.

Unbeirrt hörte er auf seine innere Stimme und blieb seiner Vision und seinen eigenen Erfahrungen treu. Er holte Gold, veränderte die Leichtathletik und setzt mit dem Fosbury Flop auch ein Zeichen für alle diejenigen, die bereit sind für Ihre Visionen und Ideen einzustehen.

Die Brücke, die ich hierbei schlagen möchte, ist, denke ich mal offensichtlich. Wir denken nicht selten, dass es alles schon gibt, man nichts optimieren kann und dass wirkliche Revolutionen einen unermesslichen finanziellen Invest erfordern oder einfach nur ein Produkt des Zufalls ist.

Doch Erfolg ist kein Zufall! Innovationen sind kein Zufall!

Innovationen und Veränderungen erfordern eine offen innere Haltung.
Wir müssen zulassen wieder richtig hinzusehen und versuchen das gewohnte für einen Moment beiseite zu schieben.
Dinge mit sogenannten Kinderaugen zu betrachten, da diese der Welt mit einer Unbefangenheit entgegentreten, die mit der Zeit mehr und mehr verloren geht.

Nur weil manches die letzten 100 Jahre nicht verändert wurde, bedeutet dies nicht, dass es nicht möglich ist.
Wir haben in unserer Gegenwart wieder ganz andere technische Möglichkeiten und ein Zugang zu Wissen und Informationen, wie es zu keinem anderen Zeitpunkt unserer Geschichte zugänglich war.

Für mich als Unternehmensberater sind Geschichten, wie die von Dick Fosbury oder in dem technischen Kosmos Steve Jobs, immer ein schönes Beispiel für mich selbst, aber auch für meine Kunden, welche Ihre inneren Grenzen und Maßstäbe an dem bekannten und nicht selten der Konkurrenz festlegen.

Wenn ich in meiner Branche nicht nur erfolgreich, sondern auch ein Vorreiter sein möchte, dann darf ich meinen Blick nicht auf die anderen richten, sondern muss mich auf meine Ziele fokussieren.
Wie mache ich meine Produkte und meine Dienstleistungen noch besser? Wie erschaffe ich Lösungen?
Ich kann mir von anderen Branchen gerne Inspirationen holen und darüber nachdenken, diese in meine zu überführen, aber die größte Chance liegt in der Aufmerksamkeit, die sich ganz und gar der Lösung widmet.

Doch was ist Ihr Fosbury-Flop? Um das herauszufinden, gibt es einen Ratschlag, den ich ihnen gerne auf den Weg geben möchte!

Je skurriler es sich anfühlt, um so mehr sollten Sie an dem Gedanken festhalten.
In einem kreativen Prozess geht es darum, Regeln zu brechen und gewohnte Denkmuster zu verlassen.
Das was sich gerne als normal und richtig anfühlt, ist nicht selten unsere innere Stimme der Gewohnheit, die uns applaudiert und uns dazu ermutigt bitte ja nichts zu verändern.

Veränderung erfordert Mut. Veränderung erfordert Fantasie.
Die einen tragen es in sich und andere müssen dies trainieren.
Ein Weg für mich persönlich, um in dieser Fähigkeit meinen Blick und meinen kreativen Fokus zu schärfen, war die Anschaffung eines 3D – Druckers und das Arbeiten mit Holz.

Ein Weg entsteht, indem man diesen geht… Franz-Kafka-Zitat

Franz-Kafka

Hierzu eine kleine Geschichte aus meiner beruflichen Laufbahn…

Mein sehr guter Freund Daniel (einer der kreativsten Menschen, die ich kenne!) schickte mir vor einigen Jahren ein Bild von einer schwebenden Vase, welche durch die sogenannte Levitation (Kraft mit Magneten) schwebte.

Wir waren beide begeistert! Wenige Tage später schrieb er mir erneut und schickte mir ein Bild von einem Logo, welches in Form eines Mercedes-Sterns auf einem Dach stand und wirkte, als würde es schweben.

Nun galt es nur noch 1 und 1 zusammenzuzählen und eine Idee und auch ein Unternehmen stand in seinen Startlöchern.

Schwebende Logos auf schönen Plattformen, wie sie die Welt bisher nicht gesehen hat.

Über Monate fuchsten wir uns in das Thema des 3D-Drucks hinein, bis wir es geschafft haben, ein Logo wahrhaftig schweben zu lassen.
Ein wunderbares Gefühl, wenn eine Idee plötzlich vor dir nun der Luft schwebt und sich dreht.

Die Ausgangsbasis unserer Plattform war ein Würfel.. Unser Cube..

Über mehrere Wochen haben wir diese Idee optimiert, getestet, optimiert, getestet, optimiert und sind mehrmals wieder am Anfang gestanden.

Unser Fokus war immer.. Nein, wir kopieren nicht die Konkurrenz. Wir machen was Neues, besseres, was es so nicht gibt.

Nachfolgend ein Beispiel was aus einem Würfel alles werden kann…

Fazit:

Ideen entstehen dadurch, dass wir unseren Blick und Aufmerksamkeit auf die Möglichkeiten und Lösungen richten.
Wir können auf das schauen, was schlecht läuft, oder wir nutzen diese Energie, um Lösungen zu erschaffen.

Die Welt wird durch diese Augen ein ganz anderer spannender Ort und an einem gewissen Punkt ist Ihre Herausforderung nicht mehr Ihren Fosbury-Flop zu finden, sondern auszusortieren, welchem Sie nun Ihre Zeit schenken!